Nachdenkliches

Ehe ich in diese Welt kam,

ward mir gezeigt, wie ich es leben würde :

Da war Kümmernis, da war Gram,

da war Elend und Leidensbürde.

Da war Laster, das mich packen sollte,

da war Irrtum, der gefangen nahm,

da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,

da waren Hass und Hochmut, Stolz und Scham.

 

Doch da waren auch die Freuden jener Tage,

die voller Licht und schöner träume sind,

wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage

und überall der Quell der Gaben rinnt.

wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,

die Seligkeit des Losgelösten schenkt,

wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden

als Auserwählter hoher Geister denkt.

 

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,

mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel.

Mir ward gezeigt die Wunde, draus ich blute,

da hört ein Wesen ich die Frage tun,

ob ich mich zu leben dies getraue,

denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

 

Und ich ermaß noch einmal das Schlimme –

” Dies ist das Leben, das ich leben will ! ”

gab ich zur Antwort mit entschloss`ner Stimm

und nahm auf mich mein neues Schicksal still.

So ward ich geboren in diese Welt,

so wars, als ich ins neue Leben trat.

Ich klage nicht, wenn`s oft mir nicht gefällt,

denn ungeboren hab ich es bejaht.

Hermann Hesse ” Das Leben das ich selbst gewählt “

 

TROTZDEM

Die Leute sind unvernünftig, unlogisch und selbst bezogen – liebe sie trotzdem !

Wenn du Gutes tust, werden sie dir egoistische Motive und Hintergedanken vorwerfen – tue trotzdem Gutes !

Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und echte Feinde – sei trotzdem erfolgreich !

Das Gute das du tust, wird Morgen vergessen sein – tue trotzdem Gutes !

Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verwundbar – sei trotzdem ehrlich und offen !

Was du in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden – baue trotzdem !

Deine Hilfe wird wirklich gebraucht, aber die Leute greifen dich vielleicht an, wenn du ihnen hilfst – hilf ihnen trotzdem !

Gib der Welt dein Bestes und sie schlagen dir die Zähne aus – gib der Welt trotzdem dein Bestes !

Mutter Teresa ( 1910 – 1997 )

 

Finde zu deinem eigenen Sein,

Wisse, wer du bist.

Und sei, der du bist.

Versuche nicht, jemand anderes sein zu wollen.

Was wäre von Vogel und Lilie zu lernen :

Still sein.

Einwilligen.

Sich freuen.

Sören Kierkegaard

 

Negative Gedanken sind ungesund.

Sie nisten sich in unserem Kopf ein.

Sie besetzen alle Gefühle.

Sie kreisen wie Raubvögel auf Beutesuche.

Gib ihnen keinen Raum.

Die Chinesen kennen das Sprichwort :

” Du kannst nicht verhindern,

das die Vögel der Besorgnis über deinen Kopf fliegen.

Aber du kannst verhindern, dass sie sich in deinem Kopf ein Nest bauen. ”

 

MENUEPLAN FÜR JEDEN TAG

Man nehme 12 Monate,

putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst,

zerlege jeden in 30 oder 31 Teile, sodass der Vorrat für ein Jahr reicht.

Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus :

Einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.

Man füge drei gehäufte Teelöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz,

ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.

Dann wird die Masse sehr reich mit Liebe übergossen !

Das fertige Gericht schmückt man mit einem Sträusschen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit !

 

GENIESSE DEINE LEBENSZEIT

Im Rom der Zeitenwende betrug die durchschnittliche Lebensdauer keine 30 Jahre. Heute liegt sie in unserer Gesellschaft zwischen 70 und 80 Jahren.

Was machst du mit den geschenkten Jahren ?

Im alten Rom war die gemächliche, langsame Bewegung ein Zeichen von Freiheit .

Wer rannte war ein Sklave. Und Heute ?